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Gastbeitrag von der kleinen Marie

Hallo Vespaclub!
“Ich bin die größte der Weeeelllt!” rufe ich immer, wenn ich mit Mama auf der Vespa “akkobatik” geübt habe (ich bin einfach aufgestanden und hab die arme auseinander gemacht). Und weil ich geübt habe, durfte ich dieses Jahr auch mitfahren auf die Akrobatiktreffen. Und von Reutlingen muß ich Euch jetzt was erzählen! Ganz schön doof war, daß Mama uns total früh aus den Federn gerissen und ins Auto gepackt hat. Dort stank es erbärmlich! Da standen nämlich schon zwei Roller drin. Der eine total verkeilt auf dem anderen drauf. Beim Einladen in Pfaffenhofen letzte Woche haben die Jungs da irgendwie überhaupt nicht aufgepasst. Und ganz hinten im Kofferraum mußte der Julian sitzen, der kam auch mit. Schon vor München machte unser Auto schlapp, also eigentlich nur der Luftmengenmesser, aber trotzdem, für mich war das ganze Auto kaputt. Wir tuckerten bis zum nächsten Parkplatz, machten Pause und dann gings wieder – wahrscheinlich, weil ich mir das ganz laut gewünscht hatte! Später standen wir dann ganz lang im Stau, den konnte ich mir nicht wegwünschen. Und dann waren wir endlich da, in Tübingen. Der VespaClub Reutlingen feierte direkt vor dem Boxenstop-Museum seinen 20. Geburtstag. Robin war schon da und zeigte uns dann die wichtigsten Sachen in dem Auto- und Spielzeugmuseum. Unten standen ganz alte Formel-1-Wagen, aber mit denen durfte ich nicht fahren. Julian fand sie alle toll: Den Maserati 4 CL und den Bugatti 37, zwei schnelle Vorkriegsrenner, die Formel Rennwagen im Topzustand, wie auch ultraflache Rennsportwagen. Schnittige Sportwagen von Ferrari, Jaguar, Porsche, der Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer. Oder die Motorräder von MV Agusta, BMW, Honda, Ducati, Norton mit ihren Ein-, Zwei- und Vierzylinder-Motoren. Die über 1000 Spielsachen im ersten und zweiten Stock haben mir besser gefallen. Kaufladen und Puppenhäuser, Emailschilder, auf einer Märklin-Anlage ratterten Züge wie vor 50 Jahren. Und von ganz oben konnte man auf die Vespas runterschauen. Wir bekamen eine Milch mit Schaum und saßen an einem Glastisch, unter dem man eine kleine Eisenbahn fahren lassen konnte! Super! Die Milch kippte ich dann gleich über den Tisch, ist aber nichts auf den Zug getropft….
Als dann alle von unserm Vespaclub da waren, haben wir versucht, die verkeilten Vespas auszuladen. Ganz schön viele Männer haben da rumgewerkelt. Und der Jan hat dann die eine anmachen wollen, da war sie kaputt. Also ist doch der Jan schuld, oder? Alle haben aber gesagt, daß meine Mama das war, weil die Vespa in unserem Auto war! Wie gemein! Dafür hat sich der Jan mit einem weißen T-Shirt (das dürfte ich niemals!) gleich auf den Boden gelegt und den Roller auseinandergeschraubt. Ging aber nicht mehr, da war was am Kolben kaputt und alles ist in den Motor hineingebröselt. Wenn ich Brösel mache, schimpft mich Mama auch immer. Also schoben wir die Vespa in Robins Bus, die durfte dann eben nicht mitfahren. Aber wir hatten ja noch drei andere. Und mit denen gingen wir dann gleich zum großen Busparkplatz zum üben. Eigentlich hätten wir direkt auf der Straße vor dem Museum fahren dürfen, aber da war ein Flohmarkt und deshalb gings nicht. Der Parkplatz war ziemlich krumm und wackelig, aber für uns ist ja nichts unmöglich! Alle zusammen übten wir nochmal alle Figuren durch bis dann unsere Zuschauer von ihrer Ausfahrt zurückwaren. Als es losging, hätte eigentlich Musik spielen müssen, aber das funktionierte nicht so ganz, also fuhren wir ohne. Ich habe meine Nummer super gemacht und alle haben gejubelt! Mama fuhr beim Dreier vorne im Beinschild mit und verkeilte irgendwie dem Jan den Weg zur Bremse. Deshalb ist die Vespa ganz auf der anderen Seite des Parkplatzes über einen Randstein in die Büsche gerast. Alle schrien, Tobi sprang ab, Mama hat jetzt einen ganz blauen Oberschenkel! Dann kam der Vierer und der Jan stand hinten drauf. Eigentlich kann der das schon, aber heute haben ihn die anderen und eine Bodenwelle runtergeschmissen. Er hatte Riesenglück, daß er nicht mit dem Kopf auf die Vespa oder den Boden geknallt ist! Aber – er ist sofort aufgestanden und ist der Vespa hinterhergelaufen! Und auf dem Rückweg ist es dann gut gegangen. Der Julian hat seine Nummern natürlich auch alle super gemacht. Der hat ja auch schon viel mehr Kraft als ich. Der Rest der Show war dann ohne Zwischenfälle, der Feuerreifen-Sprung von Robin war wiedermal der krönende Abschluss. Danach blieben noch lange die Gäste und Fotografen stehen und wollten uns und die Vespas auch mal „anfassen“ dürfen. Wir packten alle Sachen und Vespas wieder ein, vertrödelten noch ein bißchen die Zeit, gingen noch was trinken und essen und dann ging es auch schon wieder in Richtung Heimat. Leider wieder mit langem Stau wegen einer Vollsperre der Autobahn. Mein Fazit! Akrobatikfahren macht riesig Spaß, Autofahren überhaupt nicht!
Eure Marie

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