Die aufregende Vergangenheit
Lang lang ists her, aber es lohnt sich die Geschichte der offiziellen, also der Clubs in München, anzusehen, die Teil des Vespa-Clubs von Deutschland waren oder noch sind:Um 1950 bildet sich in München ein Vespa Club, der sich leider totlief.
Die Vespa Verträgshändler Sophie Pauli eröffnen in der Augustenstraße ihr und die Konkurenz Otto Pauli in der Schwantalerstraße sein Geschäft, in dem der junge Helmut Brückel seine Ausbildung zum Zweiradmechaniker absolvierte.
1956 mit der Vergabe der Eurovespa nach München (weil das Sekretariat des VCVD hier in Neuhausen sein Büro hatte) kommt neuer Schwung in die Szene und es gründen sich mit sieben Mitgliedern die Vespa-Freunde München. Sie halfen dem VCVD bei der örtlichen Organisation. So begann man, einfach Leute auf der Straße anzusprechen, ob sie nicht bei diesem Treffen helfen wollten und bekam sehr großen Zuspruch. Damit sie von den internationalen Gästen erkannt wurden, bekamen sie von Piaggio die weißen Overalls, die noch heute bei den Leuten vom VVCD getragen werden (Anmerkung der Redaktion: manche sind heute noch im Einsatz)
Wolfgang Schramm führt den Club bis 1957.
Ein alter Zeitungsartikel vom 25. September 1956 beweist die Aktivitäten im Club.
1957 wird Johann Schwaiger Präsident und führt ihn unangetastet bis in die frühen siebziger Jahre.
Es finden alle 14 Tage Clubabende statt. Die Aktionen des Clubs werden mehr und auffälliger. Sie sind Teil des Münchener Katastrophenschutzes, sie wirken in etlichen Film-, TV- und Fotoproduktionen mit und bringen die Organisatoren des Oktoberfest Trachten- und Schützenumzuges während des Umzugs zu ihren Trachtengruppen.
Es bildet sich das Akrobatikteam der Münchener.
1958 hat der Club schon über 200 (!) Mitglieder und zählt zu den größten Clubs in Deutschland. Durch diese Menge ist man auf jedem Treffen präsent.
Das Maskottchen Mufti immer dabei.
Der Vespa-Club von Deutschland führt für seine Mitglieder die Helmpflicht ein, die natürlich bei Hochzeiten nicht befolgt wurde.
1959 tritt der Club dem DTC (Deutscher Touring Club) bei.
1960 findet in München der Eucharistische Weltkongress statt. Man half tatkräftig mit Kurierfahrern auf Rollern.
Das Pfingsttreffen findet jedes Jahr in Berlin statt. Und da es üblich war ein Gastgeschenk mitzubringen, welches die Münchner vergessen hatten, bastelten sie noch schnell eins. Hier Goggé bei der Übergabe des in Trümmern gefundenen Lederteils mit einer Münchner Clubplakette daraufgenietet.
1972 war man dazu aufgerufen sich an den olympischen Spielen mit Kurierrollern zu beteiligen. Als alle Dienstpläne ausgearbeitet waren, die Uniformen anprobiert und verteilt waren, entschied sich das NOC die Kosten für Benzin und Kilometern der Roller nicht zu tragen und so wurde diese Aktion abgeblasen.
1973 beginnt die Auflösung des Clubs, da immer weniger Leute Roller fahren und das Ciao Mofa auf den Markt kommt, das große Absatzzahlen liefert und als Billignutzfahrzeug die teurere Vespa ablöst.
1974 wird der Club leider aufgelöst.
1978 wird der Vespa-Club München gegründet, der bis 2011 existiert.
2000 treten einige Mitglieder des Vespa-Club München aus dem Club aus, weil man sich dort entschloss nach dem ersten Weltvespatreffen 1996 keine weiteren Treffen mehr zu organisieren. So gründeten sie die Vespa-Oldtimerfreunde München.
2011 Wird der Vespa Club München offiziell aufgelöst. Aus ehemals über 200 Mitgliedern waren nur noch zwei übrig geblieben, die wir herzlich aufgenommen haben!