Nach monatelangen Vorbereitungen und einigen leichten Problemen war es am Freitag, den 25. Mai 2001 soweit. Das Welt-Vespa-Treffen in München, organisiert von unserem Club, wurde von Robin offiziell eröffnet. Angemeldet hatten sich Hunderte von Vespa-Verrückten.

Ab 16 Uhr ging es dann am Deutschen Museum rund. Viele kamen mit ihren Vespen und wollten in den Innenhof des Museums. An der Anmeldung war bereits der Teufel los und wir hatten alle Hände voll zu tun. Piaggio hatte im Innenhof des Deutschen Museums einen riesigen Stand mit der neuen PX aufgebaut, die jeder bewundern konnte.

Nachdem sich die Teilnehmer nach und nach den Begrüßungscocktail abgeholt hatten, herrschte ein reges Treiben im Innenhof. Vespas wurden bestaunt und gelobt und unsere Clubmitglieder hatten viel Arbeit. Der eine hat beim Verkauf der Brötchen fleißig mitgeholfen, andere organisierten die Aufstellung der Vespen und der V98 im Innenhof, wiederum andere Mitglieder nahmen die Teilnehmer in Empfang und händigten die Unterlagen aus. Der bayerische Himmel war weiß und blau und bescherte uns Sonnenschein, so dass alle zufrieden waren. Am Abend haben wir dann noch ein englischsprachiges Kreuzworträtsel durchgeführt. Der glückliche Gewinner (nur drei hatten alle Fragen richtig beantwortet) war Boris Goldberg, freier Redakteur der Zeitschrift „Motoretta“ (er hat unserem Treffen auch einen kleinen Artikel beschert). Er gewann eine GL. Am Abend wurde von Christa Solbach die Ausstellung von Robin in den Räumen des Deutschen Museums feierlich eröffnet. Neben einer Vespa U53 wurden auch eine Allstate, eine Wjatka und viele andere Raritäten aus Robins Sammlung gezeigt. Die Ausstellung war nach der Meinung vieler ein voller Erfolg. Wie ihr merkt, hatten wir ein enges und volles Programm. Später gab es dann für DM 5,- ein Stück vom Treffen-Kuchen zu kaufen. Der Kuchen erfreute sich großer Beliebtheit, vor allem auch deswegen, weil ein Schlüssel für eine Vespa eingebacken wurde. Gewonnen hat diese „alte Dame“ ein junges Mädchen, die über den guten Zustand des Rollers sehr erstaunt war! (Hab ich ein wenig übertrieben?). Gegen 22 Uhr zündete nach einem 30-Sekunden Countdown das Feuerwerk. Auf einer großen Holztafel wurde aus unzähligen Zündstiften das Wort „Welcome“ und eine Vespa gezeichnet. Für ca. 90 Sekunden konnten alle das beeindruckende Feuerwerk bewundern und die glühende Vespa bestaunen. Damit war auch der erste Tag des Treffens so langsam vorbei und gegen 23 Uhr war der Innenhof des Deutschen Museums schon recht leer.

Das bayerische Wetter ließ uns auch am Samstag nicht im Stich. Strahlender Sonnenschein begrüßte den Ereignis reichen Tag, schon in der Früh. Bereits am frühen Vormittag tummelten sich Hunderte von Vespas im Innenhof. Auf einem roten Teppich, sorgsam in Reih und Glied, lagen die V98 (21 an der Zahl). Doch der wahre Höhepunkt kam erst später. Robin enthüllte feierlich (im Hintergrund lief „Without you“ von Mariah Carey) den Nachbau der MP6. Und sie läuft sogar! Hierzu könnte man sicher noch mehr schreiben, aber zum Einen hab ich’s persönlich nicht gesehen (die Anmeldung war bis Nachmittags stark frequentiert) und zum Anderen kennen von Euch viele die langen Geschichten rund um diesen Roller. Mittags wurden wir vom Feinkost Käfer mit dreierlei Pasta verköstigt. Trotz der etwas längeren Schlangen (ging aber dann doch eigentlich recht zackig, länger als 15 Minuten, denke ich, hat niemand warten müssen), war das Mittagessen sicherlich ein Erfolg.

Nachdem alle satt und zufrieden waren, scheuchte uns Robin schon wieder auf. Zeit fürs Jubiläumsfoto. Alle Vespen wurden in den Innenhof gefahren (die meisten waren eh schon drin) und in die schon abgesteckten Dreiecke gestellt. Robin kontrollierte alles auch noch mal von oben. Die Roller wurden aus der Vogelperspektive (ohne Fahrer) abgelichtet. Auf den Fotos ist das alte Piaggio-Emblem zu sehen, wobei die V98 die Diagonale bilden. Nach einem nicht eingeplanten Corso der anwesenden V98 war bis 15 Uhr nichts weiter geplant. Pünktlich um drei Uhr begann die Akrobatik-Show. Mit dabei waren aus unserem Club: Peter Lohrer, Sabrina Rana, Andi Widmann, Oliver Janke, Manuel Less und natürlich Robin. Unterstützt wurde die Truppe von Roland Klär (vom Vespa Club München) und von Florian Eber. Während Robin das Gespann in der Luft hielt, hat der Florian den Reifen des Beiwagens gewechselt. Neben dem Rückwärtsfahren war wohl der Sprung durch den Feuerreifen der Höhepunkt der Akrobatik-Show.

Nach einer kurzen Pause war es auch schon Zeit für den Corso durch München. Ca. 500 Vespen machten sich auf den Weg vom Deutschen Museum, über den Friedensengel hin zur Ludwigstraße, die von der Polizei für uns abgesperrt war. Der Corso war zwar nicht besonders lang, aber es war schon ein tolles Gefühl mitten in München mit 500 anderen Vespen dahin zu tuckern.

Kurz vor 18 Uhr waren wir wieder alle zurück beim Deutschen Museum. Lange blieb nicht Zeit, um sich ein wenig hübsch für den Abend zu machen. Ihr werdet es nicht glauben, Robin hatte einen Anzug an (den hat er wohl die letzten Jahre vor uns allen versteckt) und sah richtig elegant aus. Gegen 20 Uhr waren die meisten im Löwenbräukeller angekommen. Leider war der Saal nicht komplett voll, aber es war dennoch ein schöner Abend. Ein Fahrradkünstler zeigte ein atemberaubendes Programm und ein Zauberer ließ Christa Solbach auf der Bühne davon schweben. Selbstverständlich wurden auch einige Reden gehalten, da kommt man auf keinem Treffen aus. Robin hat auch uns alle auf die Bühne geholt und uns mit rührenden Worten für das Engagement gedankt. Am Abend fand eine große Tombola statt. Gut 6000,- DM kamen hier zusammen, die wir auf Robins Wunsch komplett der Kinderkrebsklinik in Schwabing gespendet haben. Der Hauptgewinn war eine nagelneue PX. Eine Liveband sorgte den restlichen Abend noch für Stimmung. Am Sonntag, dem letzten Tag unseres Treffens, gab es ab 8 Uhr morgens ein delikates Frühstück (mit Parmaschinken und Melone) im Cafe Münchener Freiheit (wohlbekannt als Treffpunkt für unsere monatlichen Clubabende). Italienische Live-Musik machte das Ganze perfekt und versprühte italienisches Feeling mitten in München.

Leider waren sonntags schon einige nicht mehr da, aber viele hatten ja auch einen langen Heimweg. Nach dem Frühstück ging es um 11 Uhr noch ins BMW-Museum, der letzte Programmpunkt an diesem ereignisreichen Wochenende. Berichte über unser Treffen wurden sowohl in verschiedenen Tageszeitungen, der Motoretta, der Clubzeitschrift „Vespassione“, im Fernsehen und im Radio gezeigt. Da Robin schon an das nächste Treffen in München denkt (Eurovespa?), haben wir noch einiges vor. Bis denn!

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